Aluminiumfenster — für große Formate und klare Linien

Aluminium ist das stabilste der gängigen Fenstermaterialien. Das erlaubt Ansichtsbreiten, bei denen Kunststoff längst passen muss, und Elementgrößen, die andere Materialien nicht mehr tragen. Dafür ist es das teuerste und verlangt eine saubere thermische Trennung.

Schmale schwarze Aluminiumrahmen an einer modernen Fassade

Auf einen Blick

Technische Eckdaten im Überblick
Materialstranggepresstes Aluminium, thermisch getrennt
Uw-Wert typisch0,90 – 1,40 W/(m²·K)
Ansichtsbreiteab ca. 50 mm — die schlankste Option
Lebensdauer50 Jahre und mehr
Pflegepraktisch wartungsfrei, nur reinigen
Oberflächepulverbeschichtet in allen RAL-Tönen, eloxiert

Vorteile und Grenzen im Überblick

Keine Lösung passt überall. Hier steht beides — was dafür spricht und wo die Grenzen liegen.

Dafür spricht

  • Sehr schlanke Rahmen — mehr Glas, mehr Licht
  • Trägt große und schwere Elemente ohne Verzug
  • Wartungsfrei und extrem witterungsbeständig
  • Vollständig recycelbar, hoher Recyclinganteil üblich

Das sollten Sie wissen

  • Höchster Anschaffungspreis der gängigen Materialien
  • Ohne gute thermische Trennung droht Kondenswasser am Rahmen
  • In kleinen Formaten wirkt der Kostenvorteil von Kunststoff deutlicher
  • Im Denkmalbereich in aller Regel nicht zugelassen

Thermische Trennung — der entscheidende Punkt

Aluminium leitet Wärme rund tausendmal besser als Holz. Ein Alufenster funktioniert deshalb nur, wenn Innen- und Außenschale konstruktiv voneinander getrennt sind.

  • IsolierstegeZwischen den beiden Aluminiumschalen sitzen Stege aus Polyamid. Deren Breite bestimmt den Dämmwert maßgeblich — 24 mm sind Standard, 34 mm und mehr deutlich besser.
  • Dämmzone ausgeschäumtBei hochwertigen Serien ist der Raum zwischen den Stegen zusätzlich gedämmt. Das bringt beim U-Wert spürbar mehr als eine reine Luftkammer.
  • Kondensat vermeidenIst die Trennung zu schwach, wird der innere Rahmen im Winter kalt und Feuchtigkeit schlägt sich nieder. Wir rechnen das für Ihre Fassade durch, statt pauschal die günstigste Serie anzubieten.
  • Anschluss mitdenkenDer beste Rahmen nützt nichts, wenn die Laibung zur Wärmebrücke wird. Bei Aluminium fällt das besonders auf, weil der Rahmen selbst so wenig puffert.

Wo Aluminium seine Stärken ausspielt

Es gibt Situationen, in denen kein anderes Material mithält — und andere, in denen der Aufpreis nicht gerechtfertigt ist.

  • Bodentiefe ElementeGroße Festverglasungen und raumhohe Fenster brauchen einen Rahmen, der nicht durchhängt. Genau das ist die Domäne von Aluminium.
  • Hebe-SchiebetürenElemente mit mehreren hundert Kilogramm Flügelgewicht laufen auf Alu-Konstruktionen dauerhaft leichter als auf Alternativen.
  • Gewerbe und BürobautenFensterbänder über ganze Fassaden hinweg lassen sich in Aluminium sauber durchbinden — im Ruhrgebiet unser häufigster Anwendungsfall.
  • Anspruchsvolle FarbwünschePulverbeschichtung deckt das komplette RAL-Spektrum ab, auf Wunsch mit Struktur- oder Metallic-Effekt und innen anders als außen.

Gut zu wissen

Werden Aluminiumfenster im Winter innen kalt?

Bei einer ordentlichen thermischen Trennung nicht. Entscheidend ist die Breite der Isolierstege und ob die Dämmzone ausgeschäumt ist. Die Billigvarianten aus den Achtzigern hatten dieses Problem — moderne Serien mit breiten Stegen erreichen U-Werte um 0,9 und bleiben innen warm.

Lohnt sich Aluminium für ein normales Einfamilienhaus?

Ehrliche Antwort: meistens nicht. Bei Standardfenstern zahlen Sie deutlich mehr für einen Vorteil, den Sie kaum merken. Interessant wird Aluminium ab dem Punkt, wo die Elemente groß werden oder Sie bewusst sehr schlanke Ansichten wollen.

Kann man Aluminium mit Holz kombinieren?

Ja, das ist die Holz-Alu-Bauweise: innen Holz für Optik und Dämmung, außen eine Aluschale als Wetterschutz. Dazu haben wir eine eigene Seite.

Aluminiumfenster in ganz Nordrhein-Westfalen

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