Türmontage — millimetergenau oder gar nicht
Bei einer Tür verzeiht der Einbau noch weniger als beim Fenster: Zwei Millimeter Verzug in der Zarge, und die Tür schließt schlecht, schleift oder fällt von allein zu. Das merkt man jeden Tag.
Auf einen Blick
| Haustür | ca. 4 – 8 Stunden inklusive Abdichtung |
|---|---|
| Innentür mit Zarge | ca. 1,5 – 2,5 Stunden je Tür |
| Innentür ohne Zarge | unter 1 Stunde |
| Toleranz Zarge | unter 2 mm über die gesamte Höhe |
| Anschluss Haustür | dreistufig wie beim Fenster |
| Schwelle | Standard, flach oder barrierefrei |
Vorteile und Grenzen im Überblick
Keine Lösung passt überall. Hier steht beides — was dafür spricht und wo die Grenzen liegen.
Dafür spricht
- Sauber ausgerichtete Tür läuft jahrzehntelang leicht
- Dichter Anschluss verhindert Zugluft am Eingang
- Sicherheitstechnik wirkt nur bei fester Verankerung
- Haus bleibt während der Montage verschlossen
Das sollten Sie wissen
- Bestandsöffnungen sind oft nicht rechtwinklig
- Bei Haustüren kann Anpassung am Mauerwerk nötig sein
- Barrierefreie Schwelle verlangt Vorarbeit am Boden
- Elektrische Öffner brauchen einen Stromanschluss
Haustür: worauf wir beim Einbau achten
Eine Haustür wiegt schnell über hundert Kilogramm und wird täglich bewegt. Die Befestigung ist deshalb keine Nebensache.
- Tragende VerankerungDie Zarge wird nicht nur geschäumt, sondern mit Ankern oder Schrauben im tragfähigen Untergrund befestigt — bei RC2 in definierten Abständen.
- Dreistufiger AnschlussWie beim Fenster: innen luftdicht, mittig gedämmt, außen schlagregendicht. Gerade am Eingang ist Zugluft sonst sofort spürbar.
- SchwellendetailDer Übergang zum Boden ist die kritischste Stelle. Bei flachen und barrierefreien Schwellen braucht es Entwässerung und sauberen Abdichtungsanschluss.
- Einstellen der BänderNach dem Einbau werden die Bänder in drei Achsen justiert, bis die Tür überall gleichmäßig anliegt und von allein weder auf- noch zufällt.
Innentüren: schnell, aber nicht beiläufig
Innentüren gehen zügig — vorausgesetzt, die Vorarbeit stimmt.
- Wandstärke prüfenZargen gibt es in festen Bereichen. Im Altbau schwankt die Wandstärke über die Höhe, deshalb messen wir an mehreren Punkten statt nur einmal.
- Öffnung ausrichtenDie Zarge wird mit Spreizen fixiert und in beiden Achsen ausgerichtet, bevor sie fixiert wird. Nachträglich lässt sich das nicht mehr korrigieren.
- Bodenabstand festlegenBei Teppich, Fliesen oder Vinyl unterscheidet sich die Aufbauhöhe. Den Abstand legen wir vorher gemeinsam fest, damit die Tür später weder schleift noch klafft.
- Altes Material mitnehmenAusgebaute Türblätter und Zargen nehmen wir auf Wunsch mit und entsorgen sie fachgerecht.
Gut zu wissen
Steht mein Haus während der Haustürmontage offen?
Nur für die Dauer des eigentlichen Wechsels, und nie über Nacht. Wir bauen morgens aus und abends ist die neue Tür verschlossen. Sollte es wider Erwarten länger dauern, sichern wir die Öffnung provisorisch ab.
Können Sie eine Tür in eine neue Öffnung einbauen?
Das Fach für den Durchbruch selbst ist Maurerarbeit — dafür brauchen Sie einen Statiker beziehungsweise einen Rohbauer, wenn die Wand tragend ist. Sobald die Öffnung steht, übernehmen wir Zarge, Tür und Abdichtung.
Wie viele Innentüren schaffen Sie an einem Tag?
Bei reinem Türblatttausch sechs bis acht, mit neuen Zargen realistisch drei bis vier. Bei mehreren Türen planen wir das zusammenhängend, damit Sie nicht über Wochen Handwerker im Haus haben.
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